Portugal,  Reisetagebuch

[591] Cemitério das ãncoras – der Ankerfriedhof am Praia do Barril

Am Sonntag haben wir einen Ausflug zu einem Strand gemacht, an dem wir sonst noch nicht waren und den man etwas anders erreicht, als die sonstigen. Ziel war das Cemitério das ãncoras – der Ankerfriedhof. Am Praia do Barril liegen etwa 200 Anker in den Dünen. Einige sind kurz vor dem Zerfall, viele sehen noch sehr massiv aus. Sie liegen dort seit 1964, zu der Zeit als in Barril die Fischerei aufgegeben wurde. Die Familien konnten vom traditionellem Fischfang nicht mehr leben, weil der industrielle Fischfang zu groß wurde. Die Anker bilden ein Mahnmal der nahezu vollständigen Ausrottung des Thunfisches an der Algarve.


Wir haben die Zeit am Strand sehr genossen. Sind durchs Wasser gelaufen, welches hier extrem klar ist. Haben Muscheln gefunden, die wir sonst noch nicht gesehen haben und angespülte Seesterne zurück ins Wasser gebracht, damit sie in der Sonne nicht sterben.

Der Strand ist nicht wirklich Festland. Der Praia do Barril ist Teil des Parque Natural da Rio Formosa. Man erreicht ihn über eine 1,3 Kilometer lange Strecke zu Fuß oder per Bahn. Der Weg geht durch, mit Salzwasser gefüllten, Schlickflächen und Sandbänke. Ursprünglich wurde der Weg zum Transport für die Fischer genutzt. Hin sind wir mit der kleinen Schmalspurbahn gefahren, zurück sind wir gelaufen.


Zurück am Wohnmobil haben wir uns auf den Weg nach Olhão gemacht. Eine Stadt, durch die wir schon viele Male gefahren sind und die wir nur unschön finden. Doch diesmal hat uns ein vielversprechenden Restaurant hierher geführt. Und das hat sich gelohnt! Das Mogno an der Hafen-Promenade von Olhão ist zwar kein veganes Lokal, hat aber viele und sehr gute vegane Angebote auf der Karte. Ein Schmaus vom Feinsten.